Europäische Titel wurden in der vergangenen Woche bevorzugt verkauft. Das fällt zusammen mit der Erwartung, die uns gegenüber hin und wieder geäußert wird, dass ein baldiges Aufflammen der Liquiditätskrise im Euroraum jedenfalls nicht ausgeschlossen wird. Die Warnzeichen scheinen sich deutlich verstärkt zu haben.
Staatsanleihen und ETFs mit hohem VolumenIm Segment der Festverzinslichen stachen insbesondere zwei Staatsanleihen – eine französische und eine deutsche – aufgrund sehr hoher Investitionssummen einer Verwaltung mit großem Depot heraus (siehe „Käufe“). Ansonsten wurde nur in Unternehmensbonds investiert.
Sehr hohe Umsatzquote12,51 Prozent des uns von den Vermögensverwaltungen gemeldeten Depotvolumens von über 45 Mio. Euro wurden in der Berichtswoche umgesetzt. Fonds machten knapp 73% des Gesamtumsatzes aus, Festverzinsliche 19% und Aktien brachten es auf knapp 7%.
Das Kaufvolumen belief sich in der Berichtswoche auf 22,4 Mio. Euro, davon entfielen auf Fonds knapp 13 Mio. Euro und auf Anleihen nicht ganz 8,9 Mio. Euro. Für Aktien blieb dann nicht allzu viel mehr übrig.
Ähnlich wie bei den Käufen ist auch bei den Verkäufen eine starke Konzentration des Umsatzvolumens auf wenige Transaktionen festzustellen. Die drei erstplatzierten ETFs im Verkaufsranking gemäß Umsatzvolumen trugen rund 83% des gesamten Verkaufsvolumens.
Verkaufsüberhang und UmschichtungWie schon in der Vorwoche verzeichnen wir in der Berichtswoche einen deutlichen Verkaufsüberhang. Unverändert geblieben ist auch die Struktur des Fondshandels: Fondsanteile wurden größtenteils abgegeben, kaum welche neu in Depots genommen.
Handelsaktivität weiterhin regeMit einem Anteil von 4,29 Prozent des gemeldeten Depotvolumens lag der relative Umsatz nur knapp unter dem der Vorwoche. Das absolute Volumen des Handels befand sich mit 32 Mio. Euro zwar im oberen Durchschnittsbereich, es war aber rund 9 Mio.
Beim Kaufumsatz in der Berichtswoche nahmen Zertifikate – hinter Anleihen und Aktien, aber noch vor den Fonds – den dritten Rang unter den von uns klassifizierten Produktklassen ein. Ein Zertifikat führt denn auch die Liste der Topkäufe gemäß Umsatzvolumen, ein anderes die der Topkäufe gemäß Depotgewicht an.
Die Verkäufe der Berichtswoche führten zu relativ hohen Gewinnen, auch nach Abzug der Verluste. Das war insbesondere Fondsverkäufen zu verdanken. Viele Verwaltungen wollen gerade bei ETFs Chancen der Gewinnrealisierung nicht verspielen.
Der Handel wurde dominiert von Fonds und Anleihen. Für den hohen Verkaufsüberhang waren hauptsächlich Fonds verantwortlich. Heraus stachen im Hinblick auf das Transaktionsvolumen ETFs auf Aktien- oder Anleihenindizes verschiedener Regionen oder Branchen, etwa ein Japan-Aktien-ETF, ein Staatsanleihen-ETF oder ein Bank-Anleihen-ETF.