Märkte und Favoriten

4. November 2026

Woche 44: Weiterhin leichter Verkaufsüberhang

In der Berichtswoche vom 26. bis 30. Oktober stellte sich in unserem Depotausschnitt die dritte Woche in Folge ein Verkaufsüberhang ein. Von vier Vollwochen im Oktober lagen also in drei volumenmäßig die Verkäufe vorne und nur in einer die Käufe. Allerdings war in der hier zu besprechenden Woche der Verkaufsüberhang – wie bereits in der Vorwoche – nicht allzu kräftig: Vom Umsatz in Höhe von 1,16 Mio. Euro entfielen 0,55 Mio. auf Käufe und 0,61 Mio. Euro auf Verkäufe.

Der Aktienumsatz in der Berichtswoche belief sich auf 0,96 Mio. Euro, der Fondsumsatz auf 0,20 Mio. Euro; Anleihen und Derivate gingen beim Handel in unserem Depotausschnitt der Berichtswoche leer aus.

In Monatsfrist lagen Aktien beim Umsatzvolumen pro Kategorie vor Fonds, Anleihen und Derivaten.

1-Monats-Favoriten

Die 5 meistgekauften Aktien der letzten vier Wochen WKN
1.Visa Inc. A0NC7B
2.Broadcom Inc. A2JG9Z
3.Eli Lilly and Company. 858560
4.Coca-Cola Comp. 850663
5.Oréal S.A., L 853888

Schönheit kein Luxus

Der Kurs der Aktie des französischen Kosmetik-Konzerns L‘Oréal bewegte sich in diesem Jahr die meiste Zeit seitwärts bei einem Niveau um 380 Euro. Seit 8. Oktober kletterte die Aktie kräftig nach oben, derzeit (3.11) steht der Kurs bei 432 Euro. Über einen Monat ist sie um 16 Prozent gestiegen. Was war geschehen? Die Quartalszahlen veröffentlichte das Unternehmen erst am 22. Oktober, also am Donnerstag der Vorwoche. Dennoch machten auf dem Markt bereits zuvor Gerüchte die Runde, dass L‘Oréal sehr gute Zahlen liefern würde.

Um den 8. Oktober herum veröffentlichten einige einflussreiche Analysten ihre Studien. Dies erfolgte vor dem Hintergrund, dass die Nachfrage in China im oberen Luxusgütersegment rückläufig war, weil, wie Marktbeobachter berichten, die Luxus-Konsumenten dort vermehrt auf Preise achten. Denn bei dieser Gruppe handelt es sich um ökonomische Aufsteiger und nicht um eine angestammte Oberschicht, für die Distinktionskonsum seit jeher gesetzt ist.

Im Qualitätssegment für Kosmetika bzw. Schönheitsprodukte, in dem L‘Oréal vor allem unterwegs ist, gaben die Analysten Entwarnung. Ihre Erwartungen für L‘Oréal für das dritte Quartal waren optimistisch. Auch im Oktober vor Bekanntgabe der Zahlen bereits umlaufende Informationen schienen das zu bestätigen.

Als L‘Oréal am 22.10. die Q3-Ergebnisse veröffentlichte, waren diese sogar besser als von den schon optimistischen Analysten im Mittel erwartet. Die L‘Oréal-Aktie kletterte am Freitag, 23.10. auf das vorläufige Allzeithoch von 436,40 Euro, am Freitag, 30.10.2026, also am letzten Tag der Berichtswoche, wurde der L‘Oréal-Rekord auf 436,95 Euro hochgeschraubt.

3-Monats-Favoriten

Die 5 meistgekauften Wertpapiere der vergangenen drei MonateWKN
1.Broadcom Inc. A2JG9Z
2.Rolls Royce PLC A1H81L
3.Amphenol Corp. 882749
4.Meta Platforms Inc. A A1JWVX
5.L&G Gld Mng USD-Acc A0Q8HZ

Mit Goldminen Achterbahn fahren

Der Goldpreis tendiert seit Ende August nach unten: er gab im September kräftig nach und auch im Oktober ging es abwärts – wobei wir Kurs-Wellen und -Zacken hier großzügig übersehen. Ende der Berichtswoche und also Ende Oktober stand der Goldpreis bei 3.875 USD. Ende September kostete die Feinunze noch 4.157 USD und Ende August war sie mit 4.449 USD bepreist.

Unser Drei-Monats-Zeitraum erfasst den Handel in unseren Depotausschnitten im August, September und Oktober. Der L&G Gold Mining UCITS ETF stand auf unserer Kaufliste überwiegend im August, als der Goldpreis noch stieg. Jedoch war er auch danach noch vertreten, als Kauf wie auch als Verkauf.

Der ETF erfasst Goldminen-Aktien, die häufig wie ein Verstärker (bzw. Hebel) auf den Goldpreis reagieren: die Minen-Kurse steigen oftmals noch mehr oder fallen noch stärker als der Goldkurs, mit dem sie positiv korrelieren.

Der L&G Gold Mining UCITS ETF investiert derzeit in 44 Unternehmen, die jeweils über 50 Prozent ihres Geschäfts im Goldminenbereich verrichten müssen, um aufgenommen zu werden.

Der Kurs des thesaurierenden ETFs, der den Global Gold Miners Index NTR physisch nachbildet, hat im Oktober 8 Prozent nachgegeben. Über 3 Monate ist er, aufgrund der starken Entwicklung im August, jedoch immer noch knapp 15 Prozent im Plus. Seit Jahresbeginn ist er hingegen, nach einigem Auf und Ab, wieder fast an seinem Ausgangsniveau angelangt (-0,6%) – ähnlich wie bei einer Achterbahnfahrt.