Titel im Fokus

6. Oktober 2026
Titel im FokusWKN
Amundi Multi-Asset Portfolio UCITS ETF ETF701

Der Amundi Multi-Asset Portfolio UCITS ETF (ETF701) erschien zwar in den letzten drei Monaten nicht prominent in unseren Top-Listen, der Fonds ist aber dennoch in unserer Handelsliste für das soeben abgelaufene Quartal verzeichnet. Als Fonds mit großer Diversifikation über Räume und klassische Assetklassen, repräsentiert er jedoch die Entwicklung an den Kapitalmärkten in den letzten drei Monaten besser als die meisten anderen Wertpapiere.

Der Amundi Multi-Asset Portfolio UCITS ETF ist ein Dachfonds, der in ETFs verschiedener Art investiert, woraus sich ein global diversifiziertes Aktien-Renten-Rohstoff-Portfolio ergibt. Das Portfolio hat eine fixe Ausgangsallokation: 60 Prozent Aktien, 30 Prozent Anleihen und 10 Prozent Rohstoffe. Diese Allokation ändert sich jedoch in der Regel mit der Zeit durch die Marktbewegungen, weshalb alle 12 Monate ein Rebalancing durchgeführt wird. Mit anderen Worten: Jedes Frühjahr wird die Anfangsgewichtung wiederhergestellt.

Im Aktienportfolio des Fonds sind Titel aus entwickelten Ländern wie auch aus Schwellenländern enthalten, räumlich ist es global diversifiziert. Demgegenüber ist das Rentenportfolio auf Europa und die USA beschränkt. Im kleineren Rohstoffkorb sind Edel- und Industriemetalle sowie Energierohstoffe enthalten – auch der ist somit global ausgerichtet.

Im laufenden Jahr hat der Fonds in Euronotierung rund 13 Prozent zugelegt (Angaben JustETF), über 3 Monate ist er 2,5 Prozent im Plus.

Dem Factsheet ist nicht zu entnehmen, wie die einzelnen Assetklassen des Fonds in diesen Zeiträumen performten. Daher werden wir kurz auf die Aktien-, die Renten- und die Rohstoff-Kursentwicklung im abgelaufenen Quartal und über die letzten 9 Monate schauen, um eine Orientierung zu bekommen.

Die meisten der großen Aktienindizes hatten sich am 30. September gegenüber dem Kursstand am 1. Juli nur wenig – nach unten oder oben – bewegt. Dazwischen ging es dynamischer zur Sache und zwar so, dass viele Indizes im August Allzeithochs erzielten. Danach ging es tendenziell wieder nach unten.

Der Aktienindex Stoxx Global 1800, der die Aktienwelt der entwickelten Länder abbildet (aber, wie auch der MSCI World, aufgrund der Gewichtung gemäß Marktkapitalisierung sehr US-lastig ist) legte im dritten Quartal in Euro etwas mehr als 2 Prozent zu, im laufenden Jahr waren es sogar 16 Prozent.

Der Stoxx Emerging Markets Universal büßte im Quartal 1 Prozent ein, gewann jedoch in den ersten drei Quartalen des Jahres 19 Prozent hinzu. Der paneuropäische Index Stoxx Europe 600 stand Ende des Quartals ebenfalls 1 Prozent tiefer als an dessen Anfang, stand damit aber 7 Prozent höher als am Jahresbeginn.

Im dritten Quartal gab es, in einem Umfeld mit erhöhtem Inflationsdruck, erstmals seit Längerem wieder deutlich mehr zinsanhebende als zinssenkende Notenbanken. In diesem Kontext und vor dem Hintergrund steigender Staatsverschuldung kletterten im dritten Quartal die Renditen von Staatsanleihen in allen Laufzeitbereichen – vor allem auch in den längeren – deutlich nach oben.

Das war in den USA so und das war in Europa so. So stieg etwa die Rendite einer zehnjährigen Bundesanleihe von 2,91 Prozent auf 3,64 Prozent. Auch die Renditen von Unternehmensanleihen treib es im dritten Quartal nach oben, so dass die Kurse breiter Rentenindizes – Corporate, Governance oder kombiniert – in der Regel deutlich nachgaben.

An den Rohstoffmärkten tendierten im dritten Quartal die Kurse indessen mehrheitlich nach oben: Der Rohstoffindex S&P GSCI stieg über 3 Monate um 17 Prozent; die wichtigsten Teilindizes bewegten sich ebenfalls mehr oder weniger stark nach oben: Edelmetalle 4, Industriemetalle 7, Agrarrohstoffe 15, Energie 29 und Gas/Öl 46 Prozent.