Die Verkäufe der Berichtswoche waren noch klarer aktiendominiert als der gesamte Handel. Rund 83% des gesamten Verkaufsumsatzes ging auf das Konto der Aktien. Anleihen, die nur beim Verkauf in Erscheinung traten, steuerten knapp 9% bei, Fonds etwa 8%.
Fonds gesucht und gegebenFonds standen im Zentrum des Interesses der Vermögensverwalter. Gekauft wurden vor allem Bondfonds, High Yield oder auch Kurzläufer auf Euro. Gegeben wurden: Richtig, auch überwiegend Bond-Fonds (mittlere Eur-Laufzeiten).
Der Finanzmarkt bleibt nüchternDie Transaktionen der letzten Woche bewegten sich im ruhigen mittleren Bereich. Insgesamt wurden für 18 Millionen Euro Wertpapiere umgesetzt. Das macht 3,67 Prozent der betroffenden Depots aus.
Linde war der größte der relativ größten Käufe in der Berichtswoche. Die Ex-Wiesbadener, die seit geraumer Zeit in München residieren, werden gesucht, seit Aufsichtsrat und Noch-Entscheider Reitzle immer deutlicher als Nochentscheider und Antreiber in Erscheinung tritt.
Nur EuropaSieht man nur auf die Verkaufslisten, dann scheint ein klarer Trend gegen Europa und Deutschland zu bestehen. Die Depotmanager verkauften etwa die Deutsche Post Aktien. Auch der EuroStoxx 50 findet sich auf der Liste der größten relativen Verkäufe weit oben.
Leichter KaufüberhangDas Kaufvolumen (7,5 Mio. Euro) lag in der sechsten Berichtswoche des Jahres nur wenig über dem Verkaufsvolumen (6,7). Ähnlich ausgeglichen war das Verhältnis von Käufen zu Verkäufen bei den Aktien und Anleihen – mit dem kleinen Unterschied im Vergleich zum Gesamthandel, dass bei beiden Vermögensklassen die Verkäufe die Oberhand behielten.
Händler zurückhaltendMit 2,11% Prozent war in der Berichtswoche vom 06. bis 10. Februar 2017 der relative Handel mäßig. Die Händler sahen offenbar keine Gründe, besondere Gelegenheiten zu ergreifen oder groß umzuschichten.
Das Kaufvolumen der Berichtswoche von 6,96 Mio. Euro setzte sich zusammen aus Käufen bei: Aktien (2,48 Mio. Euro), Derivaten (2,15), Renten (2,13), Fonds (0,7).
Wie bei den Käufen lagen auch bei den Verkäufen hinsichtlich des Umsatzes Aktien (2,71 Mio. Euro) vor Anleihen (2,47), gefolgt von Fonds (1,35) und Derivaten (0,17). Abgegeben wurden u.a. deutsche Aktien (Linde, Sixt, Software AG).
Rentenkäufe dominiertenAnleihekäufe machten knapp 80 Prozent des Gesamtumsatzes der Berichtswoche aus. Erheblich trug dazu eine Vermögensverwaltung bei, die sich sehr stark auf Obligationen von US-Unternehmen bzw. den Kauf von Unternehmensanleihen in US-Dollar konzentriert hatte.