Top-Käufe
| nach Umsatzgröße | WKN | |
|---|---|---|
| 1. | Schlumberger N.V. (Ltd.) | 853390 |
| 2. | AMETEK Inc. | 908668 |
| 3. | Asm Int Rg | 868730 |
| 4. | ABB Ltd. | 919730 |
| 5. | Apple Inc. | 865985 |
Der Kaufumsatz in der 4. Berichtswoche summierte sich auf 4,61 Mio. Euro, wovon 4,56 Mio. auf Aktien und 0,05 Mio. auf Fonds entfielen.
In der vierten Woche des Jahres 2026 übte die US-Notenbank Fed Verzicht, die Leitzinsen zu senken. In der Presseerklärung „Federal Reserve issues FOMC statement“ hieß es: „Zur Erreichung seiner Ziele beschloss der Ausschuss, die Zielspanne für den Leitzins bei 3,5 bis 3,75 Prozent beizubehalten. Bei der Prüfung des Umfangs und des Zeitpunkts weiterer Anpassungen der Zielspanne für den Leitzins wird der Ausschuss eingehende Daten, die sich entwickelnden wirtschaftlichen Aussichten und die Risikobewertung sorgfältig abwägen.“
Es handelt sich um den üblichen Bezug zur Daten- und Analyseabhängigkeit der Entscheidung der Notenbank. Üblich deshalb, weil diese Abhängigkeit die hoch geschätzte Unabhängigkeit der Zentralbank vor kurzfristigen bzw. „fachfremden“ politischen Einflussnahmen garantieren soll. Daher erfolgt eine politische Einflussnahme, wenn sie denn erfolgt, erstens unter dem Label der Bewahrung der Unabhängigkeit, zweitens über andere Kanäle als öffentliche Aufforderungen, etwa über Personalwechsel. Ein solcher wirbelte am Ende der Berichtswoche mehr Staub auf, als die Entscheidung der Fed, die Zinsen unverändert zu lassen.
Am Freitag der Berichtswoche gab Donald Trump bekannt, Kevin Warsh als Notenbankchef zu nominieren, um ab Mai Jerome Powell abzulösen. Da Trump schon länger vehement und in allen Stilvarianten für Zinssenkungen plädiert, aber nicht selber das Amt des Fed-Chefs ausüben darf, sind seine Erwartungen an Warsh so, dass dieser ganz unabhängig selber macht, was Trump machen würde, wenn er Präsident einer unabhängigen Fed wäre. Das Problem ist nur, dass die Macht des Fed-Präsidenten in Bezug auf die Fed-Politik beschränkter ist als die Macht des US-Präsidenten in Bezug auf die US-Politik: Denn der Fed-Chef hat im Gremium für die Zinspolitik (dem FOMC) nur eine Stimme, daneben gibt es 11 weitere stimmberechtige Mitglieder. Eben diese Einbettung ist es auch, die derzeit in den Spekulationen über die künftige Geldpolitik unter Warsh eine wesentliche Rolle spielt. Die Frage ist dann, was passiert, wenn Trump die Macht des Fed-Chefs überschätzt und entsprechende Erwartungen sich nicht erfüllen.
Ein anderer Aspekt ist die Fed-Vergangenheit von Warsh als Governor in der Phase nach der Finanzkrise, seine damaligen Positionen wie auch der Wandel seiner Einschätzungen seither. Das ist seit Ende der Berichtswoche rauf- und runterdekliniert worden, und das wird in nächster Zeit auch nicht aufhören. Das bisherige Spannungsverhältnis zwischen möglicher (latenter) Abhängigkeit und (manifester) Unabhängigkeit der Fed wird stärker sein und das auch bleiben, zumal Warsh für diverse Veränderungen eintritt, unter anderem möchte er die Bilanz der Fed deutlich reduzieren. Schon allein deshalb sollte sich die Fed in nächster Zeit c.p. in etwas unruhigerem, unsichererem Fahrwasser bewegen, weil hier neben der Kursfindung Konflikte verschiedener Art nicht zu vermeiden sind.
Die Nominierung von Kevin Warsh hat in der Berichtswoche auch gleich zu Marktreaktionen geführt. So kletterten am Freitag die Renditen längerfristiger US-Staatsanleihen nach oben. Beobachter begründeten dies mit der Erwartung langfristig höherer Kreditkosten. Dass die Märkte aber weiterhin mit zwei Zinssenkungen um jeweils 0,25 Prozentpunkte ab diesem Sommer rechnen, deuten Experten hingegen als Hinweis auf unveränderte Einschätzungen der Marktteilnehmer in der kürzeren Frist.
Kommen wir kurz zum Handel in unserem Depotausschnitt in der Berichtswoche. Eine Vermögensverwaltung erwarb am Mittwoch, 28.01., Aktien des per Hauptsitz in Zürich residierenden Technologiekonzerns ABB. Am Donnerstag der Berichtswoche, dem 29.01.2026, veröffentlichte ABB die jüngsten Quartalszahlen. Die lagen teilweise deutlich über den Konsenserwartungen der Analysten. Zudem sind Aktienankäufe angekündigt. In der Folge ist ab Donnerstag der Kurs der Aktie von 66 auf nicht ganz 73 Euro am Freitag gestiegen. Professionelle Beobachter tendieren derzeit jedoch eher zu dem Urteil, dass die Aktie doch schon sehr gut bewertet sei, so dass die Kursziele der Analysten häufig tiefer liegen als der aktuelle Kurs.
Top-Käufe
| nach Depotgewicht | WKN | |
|---|---|---|
| 1. | Schlumberger N.V. (Ltd.) | 853390 |
| 2. | AMETEK Inc. | 908668 |
| 3. | Deere & Co. | 850866 |
| 4. | Apple Inc. | 865985 |
| 5. | ABB Ltd. | 919730 |
