Top-Käufe

nach UmsatzgrößeWKN
1.Siemens AG 723610
2. RWE AG 703712
3. Bank of America Corp 858388
4. 1,3 BR.Deutschl.-Anl. 22/27 114186
5. BE Semiconductor Ind. A2JLD1

Unter Käufe der Berichtswoche steht in unseren Listen die Aktie des niederländischen Halbleiterfertigungs-Maschinen-Herstellers BE Semiconductor Industries, kurz Besi genannt.

Unter „Welcome to the world of Besi“ lesen wir auf der Homepage von Besi folgende Kurzvorstellung: „BE Semiconductor Industries N.V. (Besi) entwickelt hochmoderne Montageverfahren und -anlagen für Packaging-Anwendungen auf Leadframe-, Substrat- und Wafer-Ebene. Diese kommen in einer Vielzahl von Endmärkten zum Einsatz, darunter Elektronik, mobiles Internet, Cloud-Server, Computertechnik, Automobilindustrie, Industrieanwendungen sowie LED- und Solartechnik.“

Verständlicher gesagt baut Besi die Maschinen für die letzten Arbeitsschritte bei der Chip-Produktion. Dabei wird z.B. ein „logisch“ bereits korrekt strukturierter Silizium-Kristall zu einem fertigen Bauteil mit Träger (Leadframe), Gehäuse und Anschlüssen modelliert, so dass der Chip seine Endgestalt annimmt und für die Auslieferung an die Kunden bereit ist.

Besi produziert größtenteils in Asien, wo die meisten Foundries – also Halbleiterfirmen, die die Chipherstellung für andere Unternehmen übernehmen – angesiedelt sind.

2025 generierte Besi ein Drittel des Umsatzes in China.

Besi hat am Donnerstag der Berichtswoche die Zahlen für das zweite Quartal 2026 vorgelegt. Demnach stieg in Q2 der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 69 Prozent auf 250 Mio. EUR. Der Nettogewinn steigerte sich um 177 Prozent auf 89 Mio. Euro. Die Bestellungen kletterten um 129 Prozent auf 293 Mio. Euro.

Dennoch gab der Kurs der Aktie nach Bekanntgabe der Zahlen deutlich nach. Dies könnte an noch höheren Erwartungen, aber auch an taktisch orientierten Gewinnmitnahmen liegen.

Denn der Aktienkurs hatte sich in der ersten Hälfte der Berichtswoche von 223,5 auf 248 Euro verbessert, am Ende der Berichtswoche war er wieder bei 227 angelangt. Aktuell (Dienstag 28.07.) steht der Kurs bei 203 Euro. Über die letzten vier Wochen hat die Aktie sogar 27 Prozent eingebüßt.

Bemerkenswert ist, dass der Kurs am Montag, 27.07. weiter massiv nachgegeben hat. Marktbeobachter bringen dies mit einer Information in Verbindung, die „The Information“ am Montag veröffentlichte. Reuters berichtet unter Berufung auf diese Quelle, dass China nun selber Anlagen für die DUV-Immersionslithografie (Deep Ultraviolet) baue.

Bei diesen Standard-Lithographie-Systemen dominiert der niederländische Spezialist ASML, wobei auch Nikon und Canon den Markt mit Maschinen dieser Art beliefern. Angeblich sollen die neuen chinesischen DUV-Lithographiesysteme noch in diesem Jahr an chinesische Chiphersteller ausgeliefert werden.

Bei der EUV-Lithografie (Extreme Ultraviolet) hat ASML noch das Weltmonopol, aber man darf spekulieren, wann „The Information“ davon berichten wird, dass China nun auch diese Technologie beherrscht.

Als Reaktion auf die Information zu chinesischen DUV-Systemen brachen nach Reuters-Angaben die Kurse der Aktien von Unternehmen ein, die Glieder in der globalen Lieferkette von Chip-Fertigungsanlagen sind.

Die ASML-Aktie verlor demzufolge am Montag über 7 Prozent, der Kurs der Besi-Aktie brach mit über 8 Prozent noch etwas stärker ein.

Top-Verkäufe

nach UmsatzgrößeWKN
1.Wolters Kluwer N.V. A0J2R1
2.Xtrackers MSCI Eur. Cons. Discr. ETFDBX0QL
3. iShares MSCI China UCITS ETF A2P1KX
4.Unilever PLC A0JNE2
5.Fortinet Rg A0YEFE