Top-Käufe

nach DepotgewichtWKN
1.XETRA Gold A0S9GB
2.Siemens Energy N ENER6Y
3.Rheinmetall AG 703000
4.Mercedes-Benz Group AG 710000
5. Vertiv Holdings Co. A2P0ST

Dass in unserer Käufeliste in der Berichtswoche wie schon in der Vorwoche und in verschiedenen anderen Wochen in diesem Jahr die Aktie von Rheinmetall verzeichnet ist, dürfte weiterhin nicht überraschen. Im Gegensatz dazu ist die Aktie von Mercedes-Benz ein seltener Gast, stand aber in der Berichtswoche nicht zum ersten Mal in diesem Jahr auf einem von uns erfassten Einkaufszettel.

Deshalb wollen wir diese Gelegenheit hier nicht verstreichen lassen und eine große Gemeinsamkeit von Mercedes-Benz und Rheinmetall im Hinblick auf die Ahnengalerie hervorheben: Das eine „Stammwerk“ von Mercedes-Benz, „Benz & Cie.“, wurde 1883 gegründet, das andere, die „Daimler-Motoren-Gesellschaft“, 1890. Der Urahn von Rheinmetall, die „Rheinische Metallwaaren- und Maschinenfabrik Actiengesellschaft“, wurde 1889 gegründet.

Die große Gemeinsamkeit, die wir hier meinen, ist also das sehr hohe ähnliche Alter. Damit stellt sich regelmäßig die Frage der Pfadabhängigkeit, des historisch-organisatorischen Ballastes, der Innovationsfronttauglichkeit und der Adaptionsfähigkeit an sich wandelnde Umwelten – wenn man alternativ nicht die Fähigkeit dazu besitzt, die Umwelt an sich selbst anzupassen, was aber fast schon die brachiale Kraft der glorreichen Sieben erfordert.

Leichter als diese schwierige Frage zu beantworten ist es, an die nächste KI die Frage zu stellen, wie denn die Altersverteilung der Unternehmen im Dax aussieht, wenn man sie auf ihre Urahnen zurückführt.

Das Ergebnis – für das wir aufgrund der KI-Halluzinationsneigung hier keine Gewähr übernehmen – lautet: Auf Stammväter vor dem 19ten Jahrhundert können sich drei Dax-Konstituenten berufen.

Die Merck KGaA lässt sich auf die von Friedrich Jacob Merck 1668 übernommene Engel-Apotheke in Darmstadt zurückführen. Die genetischen Spuren der Fresenius / FMC weisen auf die bereits 1492 urkundlich erwähnte Hirsch-Apotheke in Frankfurt, während das moderne Pharmazieunternehmen 1912 startete. Heidelberg Materials wurde unter etwas anderem Namen 1873 gegründet, soll aber laut KI Ursprünge in der Textilindustrie in Blaubeuren haben, die bis 1760 zurückreichen – allerdings ist das eine sehr verwinkelte Herleitung, die über Linien der Familien Spohn und Merckle führt.

Dem 19. Jahrhundert der Früh- und Hochindustrialisierung gehören laut KI 22 DAX-Unternehmen an.

Der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gehören 7 Unternehmen an, KI fasst dieses Cluster unter Konsum- und Mobilitätswelle zusammen. Der zweiten Hälfte des 20ten Jahrhundert gehören stammbaumgemäß 6 Unternehmen an. Und nur 2 Unternehmen wurzeln im 21. Jahrhundert.

Auf die Frage, wie diese Altersverteilung der Urahnen beim französischen Leitindex CAC 40 aussieht, antwortet KI, dass sich eine Verteilungs-Struktur zeige, die dem DAX ähnlich sei, aber eine „royalistische und koloniale Historie atme“. Ähnlich ist die Altersverteilung in den Leitindizes der Schweiz oder Großbritanniens mit den (wirtschafts-)historisch erklärbaren branchenmäßigen Besonderheiten dieser Länder.

Fragt man nach der Urahnen-Verteilung im US-Index S&P 500, nennt KI erwartungsgemäß einen geringeren Anteil der sehr alten Firmen und der Industrieklassiker; aber sie machen nach Angaben unseres befragten Large Language Models auch immerhin noch rund 50 Prozent der enthaltenen Unternehmen aus.

Jedoch ist der Anteil von Unternehmen, deren Wurzeln in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und im 21. Jahrhundert liegen, sehr viel größer als in Westeuropa. Das heißt, dass im S&P 500 die Urahnen der Unternehmen ziemlich homogen über der gesamten Zeitachse verteilt sind, während die europäischen Indizes eine sehr starke Häufung im späten 19. Jahrhundert und frühen 20ten Jahrhundert haben.

Die oben angeführte Frage nach Pfadabhängigkeit, Innovationsfähigkeit usw. kann man auch als Frage nach dem Alter als einem systematischen Erklärungsfaktor der Rendite umformulieren. Eine jüngere Qualifikationsarbeit von Tuomas Levonen „Lifetime Returns as a Function of Firm and List Age (2025)“ gibt einen gedrängten Literaturüberblick und findet auf Basis von US-Aktien-Daten selber, dass es Alterseffekte gibt.

Die zeigen sich aber wohl vor allem bei jüngeren, kleineren Firmen, die ein hohes Risiko verkörpern, während für den Rest der Unternehmen der Faktor „Alter“ nach Kontrolle durch gängige Faktormodelle stark an Erklärungskraft einbüßt. Das heißt, dass scheinbar altersabhängige Renditeunterschiede dieser Studie zufolge außerhalb des Small-Cap-Bereichs weitgehend mit anderen Faktoren als dem Alter erklärt werden können.

Top-Verkäufe

nach DepotgewichtWKN
1.MTU Aero Engines AG A0D9PT
2.4,00 US DL-Notes 24/34 A4DFTR
3. 2,00 Apple Inc. EO-Notes 15/27 A3LCWP
4. VanEck Defense UCITS ETF A3D9M1
5. Microsoft Corp. 870747