Top-Käufe

nach UmsatzgrößeWKN
1.iShares Core € Corp Bond UCITS ETF A0RGEP
2. Rolls-Royce Holdings PLC A1H81L
3.Sandoz Group N A3ETYB
4.Tenaris Rg A3EWCS
5.Zeta Global Holdings Corp. A3CR1U

In der Handelsliste für unseren Depotausschnitt der Berichtswoche ist ein Kauf des iShares Core Euro Corp Bond UCITS ETF (WKN: A0RGEP) verzeichnet. Diese mit 8,74 Mrd. Euro Nettovermögen sehr große, die Erträge ausschüttende Anteilsklasse bildet bei einer Gesamtkostenquote von 0,09 Prozent den „Bloomberg Euro-Aggregate: Corporates Index“ physisch per Sampling nach, was 4.168 Positionen impliziert (alle Angaben gemäß Fact Sheet August, Stand 31.08. bzw. 07.09.2026).

Der Bloomberg Euro Corporate Bond Index ist der Standard- oder Benchmark-Index für in Euro denominierte Unternehmensanleihen mit Investment Grade.

Der Indexwert hat in der Berichtswoche im Zeitraum um die Zinsentscheidung der EZB herum – die am Donnerstag erfolgte – merklich nachgegeben. Am Dienstag, 08.09., stand der Wert noch bei 116,96, am Ende der Berichtswoche bei 116,00 Prozent. Am Freitag der Berichtswoche erfolgte die in unserer Käufeliste verzeichnete Investition in diesen ETF.

Was sind die möglichen oder wahrscheinlichen Motive für diesen Kauf?

Die EZB hob am Donnerstag der Berichtswoche ihre drei politischen Zinssätze um jeweils 0,25 Prozentpunkte – oder 25 Basispunkte – an.

Der geldpolitisch gegenwärtig wichtigste Zinssatz, der Einlagezinssatz, liegt nun bei 2,50 Prozent. Für diesen Zinssatz legen Banken über Nacht Geld bei der EZB an. Da die Banken immer noch genug Überschussliquidität haben, kommt diesem untersten Zinssatz die größte Steuerungswirkung zu.

Der nominelle Leitzins – auf den sich viele Verträge als Referenzzins beziehen –, der Hauptrefinanzierungszinssatz, beträgt seit Donnerstag der Berichtswoche 2,65 Prozent. Für diesen Zinssatz leihen sich Geschäftsbanken, die kurzfristig Geld benötigen, von der EZB für eine Woche Geld.

Diese beiden Zinssätze bilden im Wesentlich den Zins-Korridor auf dem Geldmarkt.

Der dritte politische Zins, der Spitzenrefinanzierungszinssatz, liegt nun bei 2,90 Prozent. Für diesen Zinssatz können sich Banken, die ganz kurzfristig Geld benötigen, dieses bei der EZB über Nacht leihen.

Dieser Vorgang ist also (bezogen auf die Richtung des Kreditvektors) spiegelsymmetrisch zum Einlagesatz. Damit beginnt aber auch schon die Asymmetrie.

Denn weil die Banken diese Leihe so gut wie möglich meiden und nur im Notfall darauf zurückgreifen, ist dieser Zinssatz für die geldpolitische Steuerung vernachlässigbar, d.h. in Bezug auf die Volumina (oder die Summe der Beträge der Kreditvektoren) besteht absolute Asymmetrie zum Einlagesatz.

Kommen wir nun zur Pressekonferenz der EZB am Donnerstag, die wie immer aus der Bekanntmachung des Entscheids, Begründung und Prognose bestand.

Eine Zinserhöhung in diesem Ausmaß war bereits von den Märkten mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartet worden, d.h. sie war im Wesentlichen schon eingepreist.

Was mehr überraschte waren die EZB-Prognosen: Die EZB hob ihre Inflationsprognose vor allem wegen der anhaltenden Versorgungsprobleme mit fossiler Energie für 2026 deutlich auf jahresdurchschnittlich 3,0 Prozent an.

Das impliziert, dass die Zinsen noch länger als von vielen erwartet auf höherem Niveau verharren werden. Infolgedessen stiegen die Renditen am Anleihemarkt, die Kurse fielen.

Hinzu kam, dass die EZB ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum in der Eurozone leicht nach oben korrigierte. Das impliziert c.p. eine etwas geringere Ausfallwahrscheinlichkeiten europäischer Unternehmensanleihen.

In Verbindung mit einem gefallenen Kurs erhöhte das den Kaufanreiz für den von uns registrierten ETF gegen Ende der Berichtswoche.

Top-Verkäufe

nach UmsatzgrößeWKN
1.iShs Util Sc USD-ETF A142N3
2.Seanergy Maritime Holdings CorpA3D7NL
3. SPDR Consumer Stap. Sel. Sec. ETF A14QBZ
4.iShsVII-NASDAQ 100 UCITS ETF A2N34W
5. The Southern Co. 852111