Top-Käufe

nach UmsatzgrößeWKN
1.Beiersdorf AG 520000
2. Hensoldt HAG000
3. Deere 850866
4.VanEck Quant. Comp. ETF A A418QM
5.iShares Core Euro Gov. Bd. ETF A0RL83

In der Berichtswoche stand ein thesaurierender ETF auf unserer Käufeliste, der einen Index für Unternehmen nachbildet, die sich mit sehr fortschrittlichen Computer-Konzepten befassen: Der VanEck Quantum Computing UCITS ETF.

Dieser passive Fonds bildet für eine Gesamtkostenquote von 0,55 Prozent den Market Vector Global Quantum Leaders Index durch vollständige Replikation nach. Im Vergleich mit einigen andern Quanten-ETFs ist der am 21.5. 2025 in Irland aufgelegte ETF mit 665 Mio. Euro Fondsvolumen relativ groß.

Im vergangenen Monat hat der Fonds hervorragende 25,56 Prozent an Wert zugelegt, seit Jahresbeginn beträgt die Steigerung 35,31 Prozent, über ein Jahr sind es 55,27 Prozent.

Man könnte meinen, der Kurssprung sei eine Hommage an die Schrödinger-Gleichung, die vor 100 Jahren, im Jahr 1926, in vier Artikeln („Quantisierung als Eigenwertproblem“) in den „Annalen der Physik“ veröffentlicht worden ist.

Demzufolge scheint der Übergang von der theoretischen Möglichkeit des Quantencomputings zu dessen praktischer Wirklichkeit deutlich länger zu dauern als der berühmte instantane Kollaps der Wellenfunktion bzw. die Zeit des Übergangs von einem isolierten Quantensystem in einen mit seiner Makroumwelt verschränkten Zustand gemäß der von Heinz-Dieter Zeh 1970 auf den Weg gebrachten Dekohärenztheorie.

Und eben diese Dekohärenzzeit – der aktuelle Weltrekord soll bei 1,68 Millisekunden liegen – möchte man beim Quantencomputing so weit wie möglich ausdehnen. Danach ergibt sich das zur Zeit medial immer wieder erwähnte Reinheitsproblem. Und dessen Lösung braucht(e) Zeit.

Im Factsheet heißt es denn auch: „Das Quantencomputing ist auf dem Weg von der Theorie zur Realität und verspricht, das rechnerisch Mögliche neu zu definieren. … Während sich erste Anwendungsfälle abzeichnen, ist der kommerzielle Erfolg noch ungewiss, und die finanzielle Beteiligung könnte über reine Quantenunternehmen hinausgehen.“

Der Index, den der ETF nachbildet, selektiert Unternehmen, die zur Entwicklung von Quantencomputertechnologien beitragen.

Unmittelbar an der Schnittstelle zwischen Anwendungskonzepten und kommerzieller Nutzung dieser Technologie befinden sich zum einen darauf spezialisierte Neu- oder Ausgründungen, zum anderen die riesigen einschlägigen IT-Unternehmen, die schon länger ihre eigenen Forschungsprogramme und Strategien zum Quantencomputing verfolgen.

Für letztere ist Quantencomputing jedoch nur ein Aktionsfeld unter vielen und aktuell wichtigeren Bereichen, so dass Anleger, die speziell in das Quantenthema investieren wollen, dies etwa über Google-Aktien nicht zielgerichtet können, weil sich darin auch andere Themen reflektieren. Die Spezifität fehlt.

Aber die bekommt man in vielen Indizes oder ETFs zu einem speziellen Thema sowieso selten so „rein“ präsentiert, wie die Index- oder Fonds-Bezeichnungen oftmals suggerieren.

So enthält auch der Referenzindex des ETFs unserer Käufeliste mit dem „Quantum Computing“ im Namen nicht nur Unternehmen, die sich auf Quantencomputing spezialisiert haben – wie z.B. IonQ, das mit 11,04 Prozent das höchste Gewicht hat, oder D-Wave Quantum mit 6,01 Prozent.

Vielmehr sind im Index mehrheitlich bereits bekannte Techfirmen enthalten, aber auch Titel z.B. aus dem Finanzbereich. Unter den first five im Index gemäß Gewichtung befinden sich Intel (7,66%), Nokia (6,11%) und Infineon (5,58%). Andere, in der Gewichtstabelle weiter hinten liegende Titel sind u.a. Amazon, Siemens oder Bank of America.

Top-Verkäufe

nach UmsatzgrößeWKN
1.Micron Technology 869020
2.Experian PLC A0KDZM
3.Marvell Technology A3CNLD
4.LVMH Moët Henn. L. V. SE 853292
5. Relx PLC A0M95J