Verkäufe überwogen deutlich

In der Berichtwoche vom 9. bis 13. Februar 2026 übertraf das Verkaufsvolumen das Kaufvolumen deutlich: vom Umsatz in Höhe von 12,90 Mio. Euro entfielen 5,62 Mio. auf Käufe und 7,30 Mio. auf Verkäufe. Damit kehrte sich das Überhangmuster der letzten beiden Vorwochen um: Der tendenzielle Ausgleich der Überhänge in der langen Frist zeigte seine Wirkung.

Der Verkaufsüberhang war insbesondere im Aktiensegment sehr stark – also dort, wo wir in der Vorwoche einen ebenso deutlichen Kaufüberhang beobachten konnten. Aktien kamen in der Berichtswoche insgesamt auf ein Handelsvolumen von 9,38 Mio. Euro, das war an Anteil am Gesamt-Wochenumsatz von rund 73 Prozent.

Die Produktklasse mit dem zweithöchsten Umsatz waren Fonds; die erfassten Vermögensverwaltungen handelten in Woche Nr. 6 Fondsanteile im Wert von 2,32 Mio. Euro., was einem Anteil am Gesamthandel von 18 Prozent entsprach. Anders als bei Aktien und Anleihen überwogen jedoch im Fondssegment Käufe, wobei die Vermögensverwaltungen überwiegend in Aktien-ETFs – namentlich in europäische Branchenindizes – investierten. Anleihen kamen insgesamt auf ein Handelsvolumen von 1,20 Mio. Euro; sie steuerten damit rund 9 Prozent zum Wochenumsatz in unserem Depotausschnitt bei.

1-Monats-Favoriten

Die 5 meistgekauften Aktien der letzten vier Wochen WKN
1.AMETEK Inc. 908668
2. Iberdrola S.A. A0M46B
3.Schlumberger N.V. 853390
4. Procter & Gamble Co., The 852062
5. Apple Inc. 865985

Apple unter den Favoriten und im US-Portfolio der DB

Ein Blick auf das Anlageverhalten großer Banken kann ab und zu sicher nicht schaden, sofern man überhaupt Einblick erhält. Die Deutsche Bank verwaltete Ende des letzten Jahres US-Wertpapiere (13F Securities, d.h. in den USA börsennotierte Papiere) im Wert von über 307 Milliarden USD, die sich auf 3.619 verschiedene US-Titel verteilten – weshalb die Bank diese Bestände bei der US-Börsenaufsicht SEC vierteljährlich offenlegen muss.

Finanzen.net hat die 10 Top-Positionen für das Schlussquartal des vergangenen Jahres soeben aufgelistet. Wir beschränken uns hier auf die ersten Fünf: 1) NVIDIA mit einem Anteil von 5,49 Prozent am US-Portfolio. 2) Microsoft (5%); 3) Apple (4,11%); 4) Alphabet A (3,24 %); 5) Amazon (2,3%). Unter den ersten Zehn waren nur 2 Titel – Nvidia und Eli Lilly (9.) – bei denen die Deutsche Bank im vierten Quartal 2025 aufstockte; bei allen anderen reduzierte sie die Aktienzahl. Bei Apple fuhr die Vermögensverwaltung der größten deutschen Bank ihre Beteiligung um 5.387.932 auf 31.786.670 Aktien runter. Am 31.12. 2025 waren diese Papiere 9,95 Milliarden USD wert.

3-Monats-Favoriten

Die 5 meistgekauften Wertpapiere der vergangenen drei Monate WKN
1. Schlumberger N.V. (Ltd.) 853390
2.Iberdrola S.A. A0M46B
3. AMETEK Inc. 908668
4. NVIDIA Corp. 918422
5.Procter & Gamble Co., The 852062

4 Aktien in beiden Rankings

Das 3-Monats-Ranking der Wertpapiere weist Ähnlichkeiten mit dem 1-Monats-Ranking der Aktienfavoriten auf. Vier Titel – Iberdrola, AMETEK, Schlumberger sowie Procter & Gamble – sind in beiden Listen unter den first five. Das reflektiert zum einen die Dominanz der Aktienkäufe in letzter Zeit, zum anderen aber auch den Einfluss jüngerer Käufe auf beide Rankings. Vermögensverwaltungen unseres Depotausschnitts investierten in der Berichtswoche in die Wertpapiere von vier der fünf Erstplatzierten unseres Rankings – nur in AMETEK nicht; aber diese Aktie war in der Vorwoche gefragt.

Bemerkenswert ist zudem, dass drei der fünf Unternehmen, deren Aktien in den vergangenen drei Monate in unseren Depotausschnitten am häufigsten gekauft wurden, aus den USA kommen, eines aus Europa und eines kann als US-Europa-Hybrid betrachtet werden kann (Schlumberger). Die Branchen sind: Energierohstoff-Fördertechnologie (1); Energie-Versorger (2); Elektrogeräte bzw. -instrumente (3); Prozessoren (4); Konsumgüter (5).