Anleihen vor Aktien
In der ersten Märzwoche vom 02. bis 06.03. fiel in unserem Depotausschnitt ein Umsatz in Höhe von 3,10 Mio. Euro an, wovon 1,40 Mio. Käufe und 1,70 Mio. Verkäufe waren. Dieses Mal überragten also die Verkäufe die Käufe moderat, während es in der Vorwoche noch umgekehrt war.
In den Wochen 1 bis 8 waren jeweils Aktien die Kategorie mit dem größten Umsatz. Das änderte sich in der Berichtswoche: In Woche 9 war der Umsatz im Renten-Segment mit 1,51 Mio. Euro deutlich größer als im Aktien-Segment (0,90 Mio.), im Fonds-Segment (0,62 Mio.) und im Derivate-Segment (0,07 Mio.).
Während bei den weniger volatilen Anleihen die Käufe volumenmäßig überwogen, sahen wir bei den volatileren Aktien einen Verkaufsüberhang.
Das kann man als Indiz dafür werten, dass in der – aus verschiedenen makroökonomischen und aus den bekannten „geopolitischen“ Gründen – turbulenten Berichtswoche Sicherheit wieder etwas stärker gefragt war als Risiko und dass „Unsicherheit“ bei vielfach fallenden Aktienkursen abgegeben bzw. reduziert wurde.
1-Monats-Favoriten
| Die 5 meistgekauften Aktien der letzten vier Wochen | WKN | |
|---|---|---|
| 1. | Nextera Energy Inc. | A1CZ4H |
| 2. | Schlumberger N.V. (Ltd.) | 853390 |
| 3. | Iberdrola S.A. | A0M46B |
| 4. | Alphabet Inc. -C- | A14Y6H |
| 5. | NVIDIA Corp. | 918422 |
Nvidia hält sich zurück
In jüngerer Zeit traf Nvidia Vereinbarungen, insgesamt 30 Milliarden USD in OpenAI und 10 Milliarden USD in Anthropic zu investieren. Weitere Investitionszusagen von 100 Milliarden standen im Raum. Jüngsten Medienberichten zufolge (Medien-Überblick siehe: „Nvidia dreht OpenAI und Anthropic den Geldhahn zu: Jensen Huang bremst bei KI-Beteiligungen“; finanzen.net, 11.3.) hat Nvidia-Chef Huang auf einer Konferenz angedeutet, „dass weitere große Kapitalinvestitionen in diese beiden KI-Schwergewichte unwahrscheinlich sind“ (ebenda).
Huang zufolge sei Hauptgrund, dass sowohl OpenAI als auch Anthropic einen Börsengang planten. Damit habe sich für Nvidia das Zeitfenster für direkte Beteiligungen geschlossen. In angelsächsischen Finanzmedien werden weitere Gründe diskutiert: So z.B. „Zweifel an der Zukunft des KI-Sektors“, wie auch Analystenkritik an dem zirkulären (Soros würde sagen: „reflexiven“) Investitionsmodell von Nvidia: Die Investitionen in die KI-Unternehmen sollen dem Kauf von KI-Hardware von Nvidia zu Gute kommen; das aber könne zur Blasenbildung führen. Im Hinblick auf Anthropic werden zudem geopolitische Meinungsverschiedenheiten beim Handel mit China sowie Dissense mit dem Pentagon angeführt.
3-Monats-Favoriten
| Die 5 meistgekauften Wertpapiere der vergangenen drei Monate | WKN | |
|---|---|---|
| 1. | Schlumberger N.V. (Ltd.) | 853390 |
| 2. | Iberdrola S.A. | A0M46B |
| 3. | AMETEK Inc. | 908668 |
| 4. | NVIDIA Corp. | 918422 |
| 5. | Procter & Gamble Co., The | 852062 |
Bewegungsarmut der Favoriten
In unserer 3-Monats-Favoritenliste ist derzeit wenig Bewegung zu beobachten. Gegenüber der Vorwoche musste nur ein Wertpapier ausgetauscht werden: Für Nextra Energy kam Procter & Gamble in die Liste der first five – und zwar auf Rang 5. Auf den Rängen 1 bis 4 veränderte sich gegenüber der Vorwoche nichts. Aber auch auf den Rängen 1 bis 4 veränderte sich gegenüber der Vor-Vorwoche nichts. Das ist jedoch noch nicht alles: Denn gegenüber der Woche Nr. 7 hat sich in Woche Nr. 9 Rang 5 ebenfalls nicht verändert.
Mit anderen Worten: das Ranking der first five 3-Monats-Wertpapier-Favoriten in den Wochen 7 und 9 ist identisch. Das liegt vor allem an „Käufeverdichtungen“ im Februar und auch im Januar. Um es etwas konkreter zu machen: Die Käufe der erstplatzierten Schlumberger-Aktie erfolgten ausschließlich im Februar und der zweiten Januarhälfte. Für Iberdrola sind aktuell nur Februar-Käufe verzeichnet. Der Drittplatzierte Ametek war im Januar und Februar gefragt. Nvidia-Käufe erfolgten in allen drei Monaten, aber Procter&Gamble-Investments wieder nur im Februar. Das Ranking dürfte noch eine Weile fluktuationsschwach bleiben.
