Bei den Verkäufen lagen in der hier zu besprechenden 34. Woche die Aktien mit einem Transaktionsvolumen von fast 2,9 Mio. Euro weit vor Anleihen (0,89) und Derivaten (0,15). Fondsanteile wurden nicht abgegeben.
Der Umsatz von 26,5 Mio. Euro verteilte sich auf Renten (9,9), Aktien (6,6), Fonds (6,5) und Zertifikate (3,5). In allen Kategorien überragten die Käufe die Verkäufe bei weitem. Aktien wurden auf breiter Front innerhalb des euro-amerikanischen Universums gekauft. Bei den Fonds sehen wir viele ETFs; u.a. waren auch japanische Indizes sowie Schwellenländer gefragt. Auffällig die vielen Investitionen in strukturierte Produkte unterschiedlicher Sorte verschiedener Vermögensverwaltungen, wobei allerdings eine Verwaltung in der Berichtswoche besonders aktiv war.
3,58% des gemeldeten Depotvolumens wurden in der Berichtswoche umgesetzt. Das ist zwar „nur“ ein guter Durchschnittswert. Vor dem Hintergrund der Ferienzeit war es aber schon ein wenig überraschend, dass das gemeldete Depotvolumen mit knapp 750 Mio. Euro sehr hoch war, was dann zu einem für die Sommerzeit durchaus hohen Umsatz von 26,5 Mio. Euro führte. Aber offenbar war die Stimmung ziemlich gut, denn Shopping war angesagt, 20,5 Mio. Euro wurden in Wertpapiere gesteckt, für 6 Mio. Euro wurde verkauft.
Was ist negativ an negativen Zinsen? Das Vorzeichen ganz sicher – aber mit dieser banalen Antwort am Rande der Albernheit hört der Konsens unter Beobachtern auch schon auf. Und das liegt nicht nur daran, dass es verschiedene Zinsen gibt und das Wort Zins äquivok verwendet wird.
Die Verkäufe blieben in der Berichtswoche mit knapp über 6 Mio. Euro beim Umsatz weit hinter den Käufen (20,5) zurück. Den größten Verkaufsumsatz verbuchten Festverzinsliche mit 3,5 Mio. Euro, gefolgt von Aktien (1,87), einem Fonds (0,45) und Zertifikaten (0,24). Die Transaktionen wurden überwiegend mit Gewinn abgeschlossen. Das galt für alle in den beiden firstfive-Rankings gelisteten Verkäufe, insbesondere jedoch für die bei den absoluten Topverkäufen viertplatzierte Abgabe von Anteilen des ETFs auf den Stoxx Europe 600.
Die Verkäufe hatten in der Berichtswoche insgesamt ein klares Übergewicht gegenüber den Käufen. Der Hauptgrund dafür ist der starke Verkaufsüberhang bei Fonds. Es stand nur ein Fonds-Investment auf den uns übermittelten Einkaufszetteln. Das ist aber nicht der Grund für diese Asymmetrie. Denn auch auf der Verkaufsliste stand nur ein Fonds. Der Überhang resultiert daraus, dass das Engagement bei einem Platin-ETF sich lediglich im oberen vierstelligen Bereich befand, wohingegen der Verkaufserlös bei einem Geldmarktfonds über 3,28 Mio. Euro betrug.
2,28 Prozent des gemeldeten Depotvolumens wurden in der Berichtswoche gehandelt, was ein Wert ist, der ebenso im unteren Durchschnittsbereich liegt wie der Absolutbetrag des Umsatzes von 12,56 Mio. Euro. Insgesamt wurden damit in diesem Jahr kumulativ schon 131 Prozent des von uns erfassten Depotvolumens gehandelt. Nimmt man die letzten drei Jahre zum Vergleich, dann zeigt sich, dass dieser kumulative Umsatz 2015 bereits in Woche 24 übertroffen wurde, 2014 war dies in Woche 30 der Fall und 2013 erst in Woche 49.
Die Käufe von 4,97 Mio. Euro in der Berichtswoche verteilten sich auf Aktien (2,78 Mio. Euro), Anleihen (1,64), Zertifikate (0,47); Fonds waren hierbei vernachlässigbar. Damit waren Aktien wieder einmal die favorisierte Assetklasse in der Berichtswoche. Gleichwohl gibt es bei Aktien doch einige Einschränkungen und Fragezeichen. Zwei seien kurz angesprochen.
Das Verkaufsvolumen war in der Berichtswoche rund ein Drittel höher als das Kaufvolumen. Den größten Anteil am Verkauf hatten Fonds (3,28 Mio. Euro) vor Aktien (2,78) und Anleihen (1,5).
Den Spitzenplatz bei den Top-Verkäufen gemäß Volumen nimmt die Transaktion eines Geldmarktfonds ein, die den gesamten Verkaufsumsatz ausmachte. Insofern täuscht der erste Blick über das wirkliche Verkaufsverhalten der Verwaltungen: Die Fondsanteile in den Depots wurden – bis auf diesen „Sonderfall“ – alle gehalten.
Wie gesagt, der Kaufumsatz betrug nur die Hälfte des Verkaufsumsatzes. Das ist hauptsächlich auf Verkaufsüberhänge bei Aktien und Anleihen zurückzuführen. Fonds wurden hingegen annähernd ausgeglichen gehandelt. Derivate finden wir nur auf der Verkaufsliste, aber in bescheidenem Umfang.