Ü 60
Auch nach Handelswoche Nr. 29 vom 13. bis 17. Juli 2026 befand sich die Umsatzquote noch unter dem langfristigen Durchschnitt.
Sonst war es ja in den Vorwochen meistens so, dass sie im Verlaufe der Woche oder jedenfalls noch vor dem Handelsschluss am Freitag die 2-Prozent-Marke überschritt.
Anders in der Berichtswoche: Sie blieb sogar denkbar knapp unter dem 1-Prozent-Wert bei 0,99 Prozent stehen.
Die seit Jahresbeginn kumulierte Quote hat dennoch die 60er-Schwelle überschritten und betrug Ende der Woche 60,49 Prozent.
Der für den Newsletter aufbereitete Depotausschnitt hatte ein Volumen von 142,84 Mio. Euro., der Umsatz belief sich auf 1,42 Mio. Euro.
Passiv-aktiv
Im letzten Newsletter sprachen wir kurz Forschungsergebnisse zu ‚Do-Nothing‘ Portfolios an, die durch einmalige Anlage aufgebaut werden, um sie dann zu ignorieren. Auch in solchen Portfolios bewegen sich die Assetquoten aufgrund der Marktbewegungen und können driften – kategorial gelten sie daher häufig als (nichtintendiert) aktiv gemanagt.
In passiven Portfolios versucht man oft, zu starke Marktbewegungen dieser Art durch Rebalancing zu verhindern. D.h. man stellt die strategisch vorgegebenen Quoten periodisch wieder her, wenn die Quoten durch Marktbewegungen zu stark von dieser Vorgabe abgewichen sind. Das ist der Hauptunterschied zwischen Do-Nothing-Portfolios und (adaptiven) passiven Portfolios, die auf die Risikopräferenzen der einzelnen Anleger abgestimmt sind.
Für die von uns erfassten Quoten kommt hinzu, dass sie intendiert aktiv gemanagt sind. Sofern hierfür Benchmarks in Gestalt von Indizes definiert werden, weichen die Quoten der aktiv gemanagten Portfolios davon bewusst ab, um höhere Erträge zu erzielen. Idealerweise sollten dafür Benchmarks gewählt werden, bei denen „echtes“ Rebalancing obligatorisch ist, um in Bezug darauf die „aktive“ Mehrperformance zu bewerten.
