Überdurchschnittliche Handelsaktivität

Diese Überschrift bezieht sich selbstverständlich nur auf jenen Depotausschnitt, der für der Newsletter zur Verfügung gestellt wurde. In der zugrundeliegenden Grundgesamtheit könnte es anders aussehen. Und auf den vielen möglichen übergeordneten Ebenen (Vermögensverwalter, alle Anleger, Deutschland, Europa, Welt usw.) ebenfalls, aber die prüfen wir hier nicht.

In unserem Depotausschnitt, der ein Volumen von 163,93 Mio. Euro erfasst, betrug der Umsatz durch Käufe und Verkäufe von Wertpapieren 4,38 Mio. Euro. Daraus errechnet sich eine Umsatzquote von 2,67 Prozent, die über dem langfristigen Durchschnitt von 2 Prozent liegt. Und das ist gemeint mit „überdurchschnittliche Handelsaktivität.“

Langlaufende Anleihen weniger gefragt

In der Berichtswoche Nr. 31 waren Anleihen im kürzeren Laufzeitbereich (siehe „3-Monats-Favoriten“) oder im geldmarktnahen Ultrakurzlaufzeitspektrum gefragt, während Festverzinsliche mit längeren Laufzeiten eher verkauft wurden.

Am Primärmarkt war denn auch am Mittwoch der Berichtswoche die Aufstockung einer am 8. Juli erstplatzierten zehnjährigen Bundes-Anleihe um ein Volumen von 6 Milliarden Euro nur beschränkt erfolgreich. Die Gebote blieben bei der Auktion mit 5,1 Milliarden Euro hinter dem Platzierungsvolumen zurück, obwohl das Angebot mit der zweithöchsten Emissionsrendite seit 15 Jahren, mit 3,13 Prozent versüßt wurde.

Die Rendite müsste in der derzeitigen Lage noch höher sein, um den Markt zu räumen. Ungewöhnlich ist allerdings diese sogenannte technische Unterdeckung auch im Kontext deutscher Staatsanleihen nicht.